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Webserver Duell: Nginx und Apache im Performance-Check

7. Mai 2024 durch
Webserver Duell: Nginx und Apache im Performance-Check
Carsten Depping

Apache gegen Nginx – das ist etwa so wie Batman gegen Superman. Beide haben ihre Stärken, beide haben ihre Schwächen und beide sind sie die unbestrittenen Schwergewichte in der Welt der Webserversoftware. In der PLUTEX-Zentrale haben wir uns die Frage gestellt: Wer von den beiden ist eigentlich schneller? Und welche Stellschrauben können wir drehen, um noch mehr Performance rauszukitzeln? Zeit für einen Selbstversuch.

Erste Runde: Grundinstallation und Basis-Performance

Ohne jeglichen Schnickschnack, frisch aus der Paketverwaltung gezogen, traten unsere beiden Kandidaten zum ersten Vergleich an. Apache mit seinem mpm_prefork Modul gegen Nginx mit seinen Worker-Prozessen. Die Messlatte: Requests pro Sekunde. Und der Sieger? Nginx. Mit einer Geschwindigkeit, die Apache wie eine Schnecke aussehen lässt, verarbeitete Nginx die Anfragen. Aber wir sind ja keine Unmenschen, also gaben wir Apache eine zweite Chance.

Zweite Runde: Modifikationen und Feintuning

Wir setzten Apache auf Diät, ersetzten das schwere mpm_prefork durch das leichtere mpm_event Modul. Und siehe da, Apache holte auf. Aber auch Nginx bekam ein Upgrade – wir steigerten die Worker-Prozesse und erhöhten die Verbindungsgrenze. Das Ergebnis: Nginx blieb vorn, jedoch mit einem schmaleren Vorsprung.

Dritte Runde: Stellschrauben und Performance-Tricks

Jetzt ging es ans Eingemachte. Bei Apache schraubten wir an den KeepAlive-Einstellungen und optimierten die StartServers, MinSpareServers und MaxSpareServers. Bei Nginx hingegen optimierten wir die gzip-Kompression und aktivierten HTTP/2. Das Ergebnis: Apache kam Nginx gefährlich nahe, doch der nginx war weiterhin einen Hauch schneller.

Unterm Strich: Beide Webserver haben ihre Stärken. Apache punktet mit Flexibilität und einer großen Modul-Auswahl, während Nginx durch seine Geschwindigkeit und Effizienz überzeugt. Wer also einen extrem hohen Traffic erwartet und jeden Millisekunden zählt, sollte sich für Nginx entscheiden. Für alle anderen Fälle ist Apache immer noch eine solide Wahl.

Und denk dran: Wie bei Superman und Batman hängt am Ende alles von den richtigen Einstellungen ab. Denn mit den richtigen Stellschrauben kann selbst der langsamste Webserver zum Speed-Dämon werden. Also, raus aus der Komfortzone und ran an die Konfigurationsdateien!

Webserver Duell: Nginx und Apache im Performance-Check
Carsten Depping 7. Mai 2024
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