RAID ist eine klasse Sache, keine Frage. Es lässt uns Sysadmins nachts ruhiger schlafen, weil wir wissen, dass unsere Daten sicher auf mehreren Platten verteilt sind. Aber lass uns eines klarstellen: RAID ist kein Backup. Nein, wirklich nicht. RAID ist so sehr kein Backup, wie Superman kein Vogel ist.
Warum? Weil RAID – Redundant Array of Independent Disks – nur dazu da ist, Ausfälle von Festplatten zu verkraften und die Performance zu verbessern. Es schützt dich vor Hardware-Ausfällen, aber nicht vor Datenverlust durch Löschung, Viren, Ransomware oder deinem Kollegen, der aus Versehen die falsche Datenbank löscht.
Jetzt denkst du vielleicht: "Aber ich habe doch RAID 5, das macht doch Backups!" Falsch. RAID 5 erstellt Paritätsinformationen, um Daten wiederherstellen zu können, wenn eine Platte ausfällt. Das ist praktisch, aber es ist kein Backup. Ein Backup ist eine separate Kopie deiner Daten, die du an einem sicheren Ort aufbewahrst. Es schützt dich vor all den Dingen, vor denen RAID dich nicht schützt.
Also, wie kombinierst du RAID und Backup sinnvoll? Ganz einfach: Du nutzt RAID für das, wofür es gut ist – Redundanz und Performance – und machst zusätzlich regelmäßige Backups deiner Daten. Stell dir RAID als deinen täglichen Superhelden vor, der deine Daten vor den alltäglichen Gefahren schützt. Dein Backup ist dann die Justice League, die einspringt, wenn die Dinge wirklich schiefgehen.
Zum Beispiel könntest du ein RAID 5 oder 6 für deine Server verwenden und regelmäßig Backups auf einem externen Speichermedium oder in der Cloud machen. Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst ruhig schlafen, auch wenn dein Kollege wieder einmal die falsche Datenbank löscht.
Und denk dran: Nur weil du ein RAID hast, bist du noch lange kein Backup-Superheld. Also, zieh dein Cape an, mach deine Backups und rette den Tag. Denn am Ende des Tages sind wir IT-Superhelden nicht nur hier, um Daten zu speichern, sondern auch, um sie zu schützen.