Logfiles sind wie das Tagebuch deines Servers – sie füllen sich mit jeder Menge Klatsch und Tratsch, den du zwar gern hättest, aber nicht immer in Echtzeit verfolgen kannst. Und genau wie bei einem Tagebuch kann es ziemlich nervig werden, wenn die Seiten überquellen. Aber keine Sorge, wir haben das Logmonster gezähmt und zeigen dir, wie du logrotate richtig konfigurierst.
Zunächst, das Wichtigste: Wo lebt das Biest? In der /etc/logrotate.conf. Hier legst du die globalen Einstellungen fest. Bestimme, wie oft die Rotation stattfinden soll (täglich, wöchentlich, monatlich) und wie viele Rotationen du behalten möchtest. Ein Beispiel:
```
/etc/logrotate.conf
weekly
rotate 4
create
```
Das sagt logrotate, dass es einmal pro Woche tanzen gehen und nur die letzten vier Tänze (also Wochen) im Gedächtnis behalten soll. Mit 'create' wird eine neue, leere Logdatei erstellt, sobald die alte auf die Tanzfläche geschickt wird.
Jetzt geht's ans Eingemachte. In /etc/logrotate.d/ kannst du spezifische Regeln für einzelne Logdateien oder Gruppen definieren. Zum Beispiel könntest du deinem Webserver sagen, dass er seine Tanzschuhe öfter anziehen soll:
```
/etc/logrotate.d/apache2
/var/log/apache2/*.log {
daily
rotate 14
compress
missingok
notifempty
}
```
Hier sagt 'daily', dass der Apache täglich rotiert. Mit 'rotate 14' behalten wir zwei Wochen Logdateien. 'Compress' sagt Apache, seine alten Tanzschuhe (Logs) zu komprimieren, um Platz zu sparen. 'Missingok' verhindert Fehlermeldungen, falls mal eine Logdatei fehlt und 'notifempty' lässt Logdateien, die nichts zu sagen haben, den Tanz aussetzen.
Aber was ist mit sensiblen Logdateien, die nicht jeder sehen sollte? Kein Problem, logrotate kann auch flüstern. Mit 'create 0600 root root' sagst du ihm, dass neue Logdateien nur vom root gelesen und geschrieben werden dürfen.
Zu guter Letzt: Teste deine Konfiguration mit 'logrotate -d /etc/logrotate.conf'. Das '-d' steht für 'debug' – logrotate zeigt dir, was es tun würde, führt es aber nicht aus. So kannst du sicherstellen, dass deine Logdateien nicht plötzlich einen wilden, unkontrollierten Tanz aufführen.
So, das war unsere Tanzstunde mit dem Logmonster. Mit diesen Tipps solltest du in der Lage sein, logrotate so zu konfigurieren, dass deine Logdateien eine geordnete Polonaise statt einer chaotischen Tanzparty darstellen.