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Expat-Schwachstellen: Wie sie Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen und wie man sich dagegen schützt

4. Juni 2025 durch
Expat-Schwachstellen: Wie sie Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen und wie man sich dagegen schützt
Torben Belz

Die Sicherheit von Software und Informationssystemen ist ein kontinuierlicher Kampf zwischen Cybersecurity-Experten und potenziellen Angreifern. Eine jüngste Entdeckung hat gezeigt, dass mehrere Schwachstellen in der XML-Parsing-Bibliothek 'expat' ausgenutzt werden können, um einen Denial-of-Service (DoS) Angriff durchzuführen.

Ein DoS-Angriff ist eine Cyberattacke, bei der ein Angreifer versucht, ein Netzwerk, einen Service oder eine Ressource unzugänglich zu machen, normalerweise durch Überflutung des Netzwerks oder des Servers mit unnötigen Anfragen, um das System zu überlasten.

Die Sicherheitslücken in 'expat' stellen eine erhebliche Bedrohung dar, da ein entfernter, anonymer Angreifer diese ausnutzen kann, um solche Angriffe durchzuführen.

Wie funktioniert der Angriff?

Der Angreifer kann die Schwachstellen in 'expat' ausnutzen, indem er speziell gestaltete XML-Daten an den Parser sendet. Diese Daten führen dazu, dass der Parser in einen Zustand gerät, der ihn extrem langsam reagieren lässt oder sogar zum Absturz bringt. Da viele Dienste und Anwendungen auf 'expat' angewiesen sind, um XML-Daten zu verarbeiten, kann dies dazu führen, dass die betroffenen Dienste nicht mehr verfügbar sind.

Beispiele für die Ausnutzung von Schwachstellen

Ein konkretes Beispiel wäre ein Webdienst, der XML-Daten von Benutzern entgegennimmt, um diese zu verarbeiten. Ein Angreifer könnte speziell gestaltete XML-Daten senden, die dazu führen, dass der Dienst in einen Zustand gerät, in dem er nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Dies könnte dazu führen, dass der Dienst für andere Benutzer nicht mehr verfügbar ist, wodurch ein erfolgreicher DoS-Angriff durchgeführt wird.

Wie kann man sich schützen?

Zum Schutz vor solchen Angriffen ist es wichtig, die Software stets auf dem neuesten Stand zu halten. Entwickler von 'expat' sollten regelmäßig nach Updates und Sicherheitspatches suchen, um bekannte Schwachstellen zu beheben. Es ist auch ratsam, Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls und Intrusion Detection Systems (IDS) zu implementieren, um den Datenverkehr zu überwachen und verdächtige Aktivitäten zu erkennen.

Außerdem sollten Entwickler, die 'expat' verwenden, ihre Anwendungen so konzipieren, dass sie ungewöhnlich gestaltete oder übergroße XML-Daten ablehnen können. Dies kann helfen, mögliche DoS-Angriffe zu verhindern.

Insgesamt ist es wichtig, dass alle, die 'expat' in ihren Anwendungen verwenden, sich der Risiken bewusst sind und geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre Systeme zu schützen.

Expat-Schwachstellen: Wie sie Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen und wie man sich dagegen schützt
Torben Belz 4. Juni 2025
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